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A2 Nordinsel (246 KB)

Abschnitt 2: Rotorua, Taupo, Tongariro N.P., Wanganui, Masterton, Wellington

Mi 30.01.2002
Rotorua
(63 km, 933 Hm)
KARTE+DIAGRAMM

Auf ins "Hochland", zu den stinkenden Schlammtöpfen, so denke ich mir! Dass der See Rotorua auf 280 m ü.NN. liegt und die Hügelkette dazwischen bis auf knapp 500 m reicht, davon sollte man sich nicht schrecken lassen. Die Strecke ist einfacher zu fahren als diese zahllosen Küstenhügel. Mein Weg führt herrlich still und nur leicht bergan nach Oropi (300 m), dann gibt es ein kurzes wildes Stück Gravelroad, Teerstraße mit mehr Verkehr (von Pyes Pa), ein längeres Stück staubiger Straßenbaustelle, eine Durchquerung des tiefen Mangorewa-Tales (150 m runter und rauf) und dann hügelig abwärts zum See Rotorua. Im kleinen Ort Ngongotaha stärke ich mich in aller Ruhe, bevor ich in die lebhafte Stadt Rotorua einrolle. Herrlich stinkende Wolken ziehen durch den Ort. Da kommen Erinnerungen an Island auf...

Das nationale Fußbekleidungsstück ist nicht, wie schon von manchen unterstellt wurde, der Gummiestiefel. Nein, man läuft barfuss rum! Dazu halblange Schlabberhosen und ein T-Shirt sowie einen Hut, fertig ist der Kiwi.

Rotorua Visitor Centre

Do 31.01.2002
Rotorua
(Stadt-Aktivitäten)

Besichtigung des nahe gelegenen Thermalgebiets Whakarewarewa: fauchende Geysire, blubbernde Schlammtöpfe, stinkende Erdlöcher, Maori-Aufführung. Kurze Stadtrundfahrt zum Governments Gardens. Fish&Chips, Milkshake, Icecream.

Geysir in Whakarewarewa Bathhouse in Rotorua

Fr 01.02.2002
Waikite
(36 km, 597 Hm)
KARTE+DIAGRAMM

Nachdem ich heute recht lange geschlafen habe, bin ich erst gegen Mittag im Waimangu volcanic valley (www.waimangu.com). Dort wandert man auf guten Wegen zu den Sehenswürdigkeiten und zum Lake Rotomahana, wo eine Seerundfahrt mit einem kleinen Boot der Entspannung und Abwechslung dient. Leider sind die berühmten Naturweltwunder der großen weißen und rosa Sinterterrassen 1886 durch einen Ausbruch des Vulkans Tarawera zerstört worden. Heute kann man mit dem Boot darüber schippern - da der Seespiegel um einiges höher liegt - und alte Photos bestaunen. Zurück geht es mit dem Shuttle-Bus. Ich kann nicht behaupten, dass hier Touristenscharen unterwegs sind. Es sind überschaubar viele Menschen, auf der Bootsfahrt sind wir nur zu viert (inkl. Kapitän).

Nachdem ich den Nachmittag mit Cappucino und Apfelstrudel ausklingen lasse, radle ich zum "Thermal Pool" und "Motor Camp" (so heißen in Neuseeland die Campingplätze) im Nahe gelegenen Waikite. "Motor Camp" und "Thermal Pool" sind in der Kombination hier recht häufig anzutreffen. Manchmal sind es mehr Pools mit angegliedertem Campingplatz, manchmal mehr Campingplatz mit heißen Pools.

auf dem Lake Rotomahana

Sa 02.02.2002
Taupo
(90 km, 1000 Hm)
KARTE+DIAGRAMM

Thermalgebiet Waiotapu abgegrast, Cappucino&Kuchen in Orakei Korako, Fahrt nach Stadt Taupo am See Taupo, dem größten See in Neuseeland.

Geysir Lady Knox, Seifenshow 10:15 Uhr

So 03.02.2002
Taupo
(Fahrt zum Fish&Chips-Laden, 3 km)

Fauler Sonn(en)tag in Taupo (Acacia Bay), Seafood Mix (Calamari-Köpfe?, gefüllte und panierte Muscheln?) und Chips.

Mo 04.02.2002
Tokaanu
(67 km, 286 Hm)
KARTE+DIAGRAMM

Die heutige Fahrt, größtenteils auf dem SH 1, geht recht einfach und flott. Die Verkehrsdichte ist erträglich, fast keine Steigungen. Zudem vermutlich leichten Rückenwind, zumindest keinen Gegenwind.

Aber nachdem ich heute morgen mit anderen Touris recht lange geratscht habe, fahre ich nicht durch bis Whakapapa Village, sondern bleibe in Tokaanu (5 km westlich von Turangi) hängen. In Tokaanu ist der Hund begraben - nein, das stimmt nicht ganz. Der Hund liegt noch träge vor dem Office. Aber ansonsten ist hier eine Tankstelle, ein Restaurant/kleiner Dairy, eine Alkohol-Station, Motels, das Motor Camp/Motel Oasis und tote Hose. Ja, in Tokaanu sind die letzten Thermalpools.

Der Lake Taupo ist an der längsten Stelle ca. 40 km lang - eine große Pfütze.

Schwimmende Steine? Die gibt es hier wirklich! Am Ostufer (Picknick-Platz) sind viele weiße poröse "Kieselsteine" angeschwemmt, die man ins Wasser werfen kann. Sie schwimmen wirklich, und treiben langsam davon.

Lake Taupo, Blick nach Süden zum Tongariro NP

Di 05.02.2002
Tokaanu
(Shoppingfahrt zurück nach Turangi, 12 km)

Heute fängt das Regenwetter an. Es tröpfelt, nieselt und schauert. Dazwischen weht der Wind, oft hört der Regen auf. Berge in Wolken. Nachdem ich mir die Tagestour Tongariro Crossing vorgenommen habe, mache ich mir es gemütlich. Vermutlich wird erst ab Freitag das Wetter besser. Nach diesen Regentagen werden wohl Völkerscharen von allen umliegenden Orten losziehen - und ich mittendrin...

Im Nieselregen fahre ich zum Ort Turangi zurück (6 km), da gibt's alle Einkaufsmöglichkeiten: Gas für den Kocher im "Hardware Store", einen gut gefüllten Supermarkt, Cafes, Take Aways, etc. Im Visitor Center gibt's die Wetterprognose für die nächsten Tage und Internet-Zugang. Ausgelassene Stimmung ist hier auch nicht, der Himmel hängt recht grau und tief.

Im Nieselregen geht's zurück zum Motor Camp. Vielleicht wäre es besser gewesen, auf einen der beiden Campingplätze in Turanga zu bleiben, da spart man sich die Fahrt im Regen. Aber im warmen (wie immer kostenlosen) Thermal Pool auf meinem Platz ist mir das dann auch egal.

Die restliche Zeit verbringe ich mit Futtern und Mückenfangen, die gibt's hier reichlich.

Manche meiner eifrigen Stammleser werden es gemerkt haben, aktualisiere ich mein Tagebuch nicht täglich. Dazu braucht mir der Verbindungsaufbau mit dem Internet und die Übertragung zu lange. Im Schnitt dauert die Aktualisierung fünf Minuten, die Übertragungsrate (beim Upload) liegt irgendwo bei trägen 300 Bytes/Sekunde (auch bei gutem Empfang). Außerdem schreibe ich nicht jeden Tag einen Eintrag. Oft bin ich bis abends mit Essen oder Reiseplanung beschäftigt. Um halb neun wird es finster, dann schreibe ich im Schein der Taschenlampe (LED-Lampe, 80 Stunden Leuchtdauer, mit Clip und Stirnband, genial!). Dazu habe ich aber nicht immer Lust.

Die Höchsttemperatur liegt bei ca. 20 Grad, nachts frischt es auf. Ohne Sonne ist das nicht übermäßig warm. Heute bleibt also die Sonnencreme arbeitslos. (..., außer damit der Regen besser abperlt. Da könnte ich auch meine ranzige Butter noch verwerten. :-)

Habe ich eigentlich schon über das Brot hier geläßter? Nur Fluffy-Brot, da beißt man ins Nichts. Braun getoastet hat es etwas Biss. Oder man hat Glück und beisst auf einen Sonnenblumenkern... Außerdem fängt das "Brot mit Körnern" definitiv nach drei Tagen das schimmeln an ("Schimmel: kostenloser, natürlich ökologisch nachwachsender Brotbelag in weiß und naturbelassenem Grau"). Die Butter ist übrigens immer gesalzen, aber dass kenne ich schon von anderen Reisen.

Knusprige Semmeln (Brötchen, Wecken)? Fehlanzeige. Keine Nusshörnchen, Quarktaschen, Kirschtaschen, Nussecken, Vanille-Croissants, Schmierkuchen, Mohnkuchen, Quarkkuchen, Erdbeerkuchen, ... Als Füllung wird hier meist fette Buttercreme verwendet und obendrauf ein popig bunter knochentrockener Zuckerguß.

In Deutschland scheint der Sommer ausgebrochen zu sein. Temperaturen von unglaublichen 20 Grad und Biergartenstimmung werden mir zugemailt. Da werd' ich nun neidisch. Bestimmt träume ich heute von Weißwürsten, Händlmaier-Senf, knusprigen ofenfrischen Brezen und einem goldenen Weißbier unter einem weiß-blauen bayerischen Himmel...

Morgen (6.2.) ist übrigens der Waitangi Nationalfeiertag in Neuseeland.

Mi 06.02.2002
Tokaanu
(Ruhetag 2)

Sonne, aber zuviel Wind aus Süd. Ich bleibe noch einen Tag.

Do 07.02.2002
Whakapapa Village
(54 km, 850 Hm)
KARTE+DIAGRAMM

Bei gutem Wetter geht es rauf zum Whakapapa Village, Ausgangspunkt für Wanderungen im Tongariro National Park.

Infos zum Skigebiet des Mt Ruapehu gibt es im Internet unter: www.mtruapehu.com.

Grand Chateau, Whakapapa Village

Fr 08.02.2002
Whakapapa Village
(Tongariro Crossing)
KARTE+DIAGRAMM

Tongariro Crossing ist ok. Aber ein Massenevent sondersgleichen...

man ist nicht alleine unterwegs Südkrater

Sa 09.02.2002
Whakapapa Village
(Wanderung zu den Tama Lakes)
KARTE+DIAGRAMM

Die Wanderung zu den Tama Lakes ist schön.

Taranaki Falls Lower Tama Lake

So 10.02.2002
Ranana (Whanganui River)
(98 km, 589 Hm)
KARTE+DIAGRAMM

Wir - Rüdiger, Wolfgang und ich - wollen in die gleiche Richtung, also fahren wir gemeinsam los. Heute werden wir vom Wind dem Berg hinunter geblasen. Super!

Durch Pipiriki auf Schotterstraße dem Whanganui River entlang. Frische, süße Grapfruit vom Baum.

Rüdiger freut sich auf die Strasse am Whanganui Rüdiger blickt über den Whanganui

Mo 11.02.2002
Wanganui
(60 km, 500 Hm)
KARTE+DIAGRAMM

Regenschauer in der Nacht und nachmittags starker Regen. Schwere Schotterstraße von Pipiriki, nach Regenfällen ist sie sehr schwer befahrbar und kann durch (mehrere) Erdrutsche blockiert sein.

Am Süssigkeitenautomaten im Supermarkt habe ich 4 $ verzockt (mit Gewinnausschüttung!).

Rüdiger auf schwererem, nassen Schotter Rüdiger beim Einstieg in die in der Kawana Mill Whanganui River Süssigkeitenautomat

Di 12.02.2002
Wanganui
(Stadtbummel, 13 km)

Morgends ist es regnerisch. Deswegen bleibe ich noch hier in Wanganui, auf dem Rasen der Jugendherberge "Riverside Inn". Wolfgang und Rüdiger, mit denen ich seit Whakapapa Village zusammen fahre und recht lustige Tage hatte, nehmen abends den Bus bis Welligton und buchen gleich die Fähre bis Picton. Vor einigen Tagen wurde aufgrund des starken Windes der Fährbetrieb zwischen Wellington und Picton sogar einen Tag lang eingestellt. Dem entsprechend ausgebucht sind die folgenden Fähren (über mehrere Tage!).

Bis zur Busabfahrt verbringen wir den Tag in einem Cafe, bei mehreren "mega mug" Cappucinos und Torte (Sacher, Kaffee-Schokolde-Käse, etc.). Auch den Spatzen gefällt es hier und machen sich über die Essensreste der anderen Gäste her...

Danke für die vielen Rezeptvorschläge zum Erzeugen von Joghurt. Ein wichtiger Punkt scheint zu sein, dass der Joghurt nicht nur warm stehen muss, sondern auch ruhig. Auf dem Fahrrad tut man sich da schwer. Am praktikabelsten scheint die Methode mit "8 Stunden ins Bett mitnehmen" zu sein. Mittlerweile habe ich aber auch größere Becher von Joghurt gefunden (statt "Fruchtzwerge" nun "1 kg"!).

Von Fasching ist hier in Neuseeland nichts zu merken. Deswegen von mir ein schallendes "Hellau!" und "Kölle Alaf!" an euch roten Pappnasen in Deutschland. In den Supermärkten findet man hingegen schon die ersten Osterartikel.

Spatzen beim Futtern

Mi 13.02.2002
Palmerston North
(104 km, 570 Hm)
KARTE+DIAGRAMM

Ein Stück auf dem SH3 (SH=State Highway, vergleichbar mir einer deutschen Bundesstraße), dann suche ich mir meinen Weg auf sehr ruhigen Nebstraßen. Hier ist Neuseeland relativ flach, das Radfahren macht so richtig Spass: Gemütlich durch die Gegend bummeln, den Tieren auf der Weide zuschauen, Schafe die Strasse entlang treiben und von kleinen Anhöhen aus dem Spiel der Wolken zusehen.

Leider regnet es die meiste Zeit, nachmittags wir es trockener und windig. Es beibt aber trübe, nur weit im Süden arbeitet sich die Sonne durch die Wolken, im Osten hängen die Wolken am Bergrücken "Tararua Range" und nieseln vor sich hin.

Land unter!

Do 14.02.2002
Masterton
(109 km, 988 Hm)
KARTE+DIAGRAMM

Über eine ruhige Nebenstraße fahre ich über die Taraua Range. Im Osten der Hügelkette - mein Zielgebiet - stehen die Wolken dichter und weiße Regenschleier ziehen durch das Land. Der Wind bläßt den ganzen Tag aus Süd bis Südost. Auf Nebenstraßen strample ich durchs Land, mir gefällt es hier. Sehr wenig Verkehr, grüne Wiesen mit Schafen und Vieh, knorrige alte Bäume säumen die Straße, eine kleine Bergkulisse im Westen, abwechslungsreiche Effekte durch das Spiel von Licht und Wolken, Regen, Wind und Sonne im ständigen Wechsel.

Mein jahrelang zuverlässiger Fahrradcomputer "Sigma BC800" ist heute leider völlig abgesoffen. (Wie hebelt man da das Gehäuse auf?? Mein Tip: die Drucktasten abmontieren, damit das Wasser raus kann.). Nur gut, dass ich zwei Tachos am Lenker habe...

Schafe unter der Eisenbahnbrücke

Fr 15.02.2002
Masterton
(Regenruhetag)

Heute fühle ich mich nicht so recht unternehmungslustig. Auch das Wetter ist recht unentschlossen: wolkig bis bewölkt, mit einzelnen Sonnenstrahlen und spontanem leichten Sprühregen. Normalerweise brennt um 10:00 Uhr die Sonne herunter, manchmal auch nur kurz. Heute jedoch gibt es pünktlich um 10:00 Uhr einen kleinen Regenschauer, der mich beruhigt und entschlossen in meinen kuscheligen Schlafsack zurücksinken läßt.

Mittags hole ich aus dem Nahe gelegenen Take Away eine Portion Fish&Chips. Diesmal schmecken Fisch und Chips recht lecker, nur der Fisch scheint mir etwas zu klein geraten (scheint mehr ein größeres "Fischstäbchen" zu sein).

Den Rest des Tages verbringe ich mit Essen, Dösen, Tagebuch schreiben und Routenplanung für die Südinsel.

Fish&Chips

Sa 16.02.2002
Summit Rimutaka Incline
(86 km, ?? Hm)
KARTE+DIAGRAMM

Von Masterton fahre ich auf der sehr ruhigen Straße nach Martinsborough. Richtig schön ist die Fahrt, keine Autos, viel Landschaft zum Entspannen und Nachdenken, wenig starke Steigungen. Von Martinsborough geht es im etwas lebhafteren Ausflugsverkehr nach Featherstone (kleines Motor Camp an der Hauptstraßenkreuzung hinterm Lattenzaun) und wieder 10 Kilometer nach Süden zur Straße zum Cross Creek.

Hier ist der Anfang der Rimutaka Incline, der aufgelassenen Bergbahnstrecke nach Wellington. Diese Strecke ist ein beliebte und einfache Mountainbikestrecke. Auch mit Gepäck kann man sie gut fahren, da der Weg meist ausreichend breit ist (Autobreite) und aus festgefahrenem Schotter besteht. Die Steigung ist mit ca. 6-7 Prozent angenehm. Damit umgeht man den höheren und verkehrsreicheren Highway Nr. 2. Für Radler mit viel Gepäck gibt es allerdings drei Hürden: Das Tor am Anfang kann geschlossen sein (Privatstrasse), der alternative Weg am Zaun ist sehr, sehr schmal (und dazu noch evtl. bis zu 2 km lang) - da würde ich mein Fahrrad lieber über das Gatter transportieren (bzw. auch über das zweite Gatter am Ende der Wiese!), wenn keine Tiere auf der Weide sind. Zweites Handicap ist die Stelle "Siberia Washout", wo man sein Rad - für ein paar Meter - steil bergauf schieben muss. Drittes Handicap ist das Fußgängertor am Ende Richtung Upper Hut, das ist für überbreite Räder zu eng. Also entweder Fahrrad komplett darüberheben (so wie ich!) oder Gepäck abschnallen. Einen diesbezüglichen Kommentar habe ich im vorhandenen "Kummerkasten" hinterlassen...

Man sollte vorsichtig sein, viele Mountainbiker sind am Wochenende unterwegs (meist von Wellington aus). Heute war ein großes Event mit ca. 800 Teilnehmern. Um drei Uhr habe ich aber nur die letzten 10 Radler gesehen.

Auf der "Gipfelhöhe", dem sog. "Summit" (ca. 300 m ü.NN.), ist ein "Wartehäuschen", das an den ehemaligen Bahnhof erinnert. Hier darf man kostenlos zelten, der Rasen ist gemäht - also bleibe ich hier. Ab 18 Uhr bin ich allein in den Bergen. Von Sonnenuntergang bis spät in die Nacht schüre ich ein Lagerfeuerchen (erlaubt!). Das Flackern des Feuers spiegelt sich an den hohen Bäumen wieder und es wird die Zeit der Gefährten, der Trolle und der Orks, die den Tönen meiner Okarina lauschen...

Holz ist in Massen vorhanden, alles Reste von dem Totalkahlschlag. Man sollte sich nur beizeiten reichlich Holz bereit legen, bevor man mutterseelenallein mit einem Taschenlämpchen in der finsteren Nacht auf der Suche nach passendem Feuerholz herumirrt. Es wird hier echt finster (Neumond, Wolken) und ein paar spannende Geräusche schallen durch dem Busch oder Rascheln nebenan in der Dunkelheit.

...durch das Land Rimutaka Incline, Siberia washout Rimutaka Incline, Summit, mein Zelt Lagerfeuer in der Nacht

So 17.02.2002
Picton
(77 km, ?? Hm)
KARTE+DIAGRAMM

Morgends ist es noch kühl und feucht, ab 8:30 Uhr pesen die ersten Biker am Zelt vorbei. Um 9:00 Uhr bin ich von einer Schar von ca. 20 Bikern umzingelt (bzw. sie umzingeln das Toiletten-Plumsklo). Heute ist wohl Sonntag... Also, früh auf's Bike! Oder man macht Smalltalk... Nach der leichten Abfahrt fahre ich nur ein paar Kilometer auf dem Highway, dann tingle ich durch das Whitemans Valley Richtung Süden. Ab Upper Hut gibt es den River Trail, der anfangs (Single-Trail am Flußhang) recht verblockt ist (Schranken, steile Treppen, Fußgänger). Später ist er aber - bis auf ein paar Engstellen und stellenweise staubende Autos (Hust!) - eine gute Alternative zu den normalen Strassen, sofern man etwas Zeit hat. Ab Lower Hut (nach Pre-Booking) fahre ich entlang dem Ufer auf bzw. neben dem HW 2/1 zur Fähre nach Picton. Die See ist ruhig und ich futtere eine Schachtel Fish&Chips zum Dinner.

Zu Beginn der Abenddämmerung schlagen wir (ich und ein weiterer Radler aus Dänemark) unsere Zelte im nächstgelegenen, einfachen "Alexanders Holiday Park" in Picton auf.

Blick von der Fähre auf Wellington ich bin es wieder!


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Weiter geht es im Abschnitt 3.


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