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A5/A6 südl. Südinsel (282 KB)

Abschnitt 5: Lake Tekapo, Wanaka, Queenstown, Tuatapere

So 17.03.2002
Lake Tekapo
(93 km, 1241 Hm)
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Über den geschotterten Mackenzie Pass in das Mackenzie Country. Unterkunft im Peddler's Paradise beim Fahrradbuchautor Nigel Rushton. Hier treffen sich die Reiseradler, manchmal ist aber auch nix los, erzählt Nigel.

Mackenzie Denkmal

Mo 18.03.2002
Lake Tekapo
(Wanderung auf den Mt John)
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Morgens bekomme ich rabenschwarze Hände, als ich eine aufgebogene Fahrradkette von einem anderen Fahrrad kürzen helfe.

Mit Carlos und Rainer wird es ein ausgesprochen lustiger Tag (Wanderung zum Mt John).

Rainer und Carlos Church of the Good Shepherd

Di 19.03.2002
Twizel
(58 km, ca. 200 Hm)
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Verdammt viel kräftiger Seiten- und Gegenwind. Heute zeigte ich zum ersten mal hoch motiviert einem Busfahrer den Stinkefinger hinterher. Leider erst aus 100 Meter Entfernung, nachdem ich mein Fahrrad wieder im Griff hatte. Carlos und Rainer hegten dieselben Gefühle.

Mi 20.03.2002
Omarama
(37 km, 100 Hm)
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Am See sind diese Woche Rudermeisterschaften. Twizel ist gefüllt mit athletisch gebauten jungen Menschen.

Kurzer und leichte Tagesetappe nach Omarama.

Abends geselle ich mich zu zwei schweitzer Radlerpärchen. Der schweizer Dialekt klingt schon sehr interessant.

Do 21.03.2002
Wanaka
(114 km, 956 Hm)
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Mit Jodok (oder so ähnlich) radle ich über den Lindis Pass. Kein Bummeltempo, wie ich es sonst fahre, sondern etwas sportlicher. Somit fahre ich heute Bestzeit. In Tarras ist für Jodok schon Feierabend und wartet auf sein "Begleitfahrzeug", ich strample noch 30 Kilometer im Spätnachmittagslicht bis zur größeren Stadt Wanaka am gleichnamigen See.

Blick vom Lindis Pass zwischen Tarras und Wanaka

Fr 22.03.2002
Wanaka
(wenige km)

Ich kann mir endlich einen neuen Fahrradmantel kaufen, nachdem in den letzten Tagen kein Glück mir den Fahrradläden hatte (in Geraldine war der Laden am Samstag schon zu). Mein bisheriger Mantel, den ich erst vor einem Monat in Blenheim montieren habe lassen, ist nach nur 1500 km schon so abgefahren, dass die ersten Fäden der Karkasse sichtbar werden.

Den Nachmittag verbringe ich in der Puzzling World, einem großen Labyrinth, einer kleinen Sammlung von wunderlichen Objekten und einer Menge von verzwickten Rätselobjekten. Dem Labyrinth bin ich erst nach einer Stunde entkommen, nachdem ich den Rückweg nicht mehr gefunden habe. Zum Glück hatte ich genügend zum Knabbern dabei. Eine Skizze vom Labyrinth konnte ich nicht machen, mein Stift versagte nach nur wenigen Strichen. jämmerlich. Auch beim Herumpobieren mit den Rätselobjekten (verkettete Ringe, Holzpuzzles, etc.) bekomme ich nur Kopfweh, aber meist keine Lösung.

Abends werde ich (genau während des Wechseln den Fahrradmantels und mit schwarzen Händen) von vier neuseeländischen Anglern dringend zu einem Bier eingeladen. Auch zum Abendessen (Steak mit Kartoffeln und Gemüse) bleibe ich und übe mich (mehr schlecht als recht) in Konversation. Der älteste Angler, "Charlie", fragte mich nach der genauen Bedeutung der deutschen Wörter "Raus! Schweinehunde! Schnell!". Diese sind ihm vom zweiten Weltkrieg noch gut in Erinnerung geblieben.

Die Euro-Münzen haben hier noch Seltenheitswert, ich habe gerne ein paar meiner Münzen getauscht.

Puzzling World

Sa 23.03.2002
Arthurs Point
(74 km, 1037 Hm)
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Morgens trifft Katharine (aus Kanada) auf mich, wir fahren gemeinsam durch die Cardrona Range und über den Crown Pass (höchster Highway-Pass Neuseelands mit mikriegen 1080 Metern) nach Arthurs Point, kurz vor Queenstown. Das Wetter ist etwas windig (aus Nordwest) und Sonnenschein wechselt sich mit Wolken ab, so wie schon in den letzten Tagen. Die Sicht auf die Landschaft vom Pass und während der Abfahrt sind beeindruckend schön.

Durch Arrowtown, einer kleinen und netten Ex-Goldgräberstadt, radeln wir weiter bis zum Holiday Park in Arthurs Point, um dem (vermutlich) geschäftigen Treiben in Queenstown (die "Fun-Hauptstadt" Neuseelands) zu entgehen.

Cardrona Hotel Katharine und Winnie

So 24.03.2002
Mavora Lakes
(64 km, 710 Hm)
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Von Arthurs Point könnte man zum Mountainbike-Tripp in den Skippers Canyon aufbrechen, soll echt lohnenswert sein, sowohl sportlich als auch landschaftlich. Aber ich habe darauf keine Lust.

Wir (Katharine und ich) radeln morgens nach Queenstown, ich nehme den wundervoll alten und aufpolierten Kohlendampfer TSS Earnslaw (Abfahrt im Sommer von Queenstown: alle zwei Stunden von 10:00 bis 20:00 Uhr, sonst nur 12:00, 14:00 und 16:00 Uhr) über den Lake Wakatipu zur Walter Peak Station. Katharine mag keine Schotterstraßen und radelt über den Highway weiter. Schade, sie ist ein nettes Mädel. Aber wie hat Rüdiger es einmal trocken formuliert: "Man darf seine eigenen Ziele nicht aus den Augen verlieren."

Da fällt mir auch gleich noch ein weiterer Spruch von Wolfram über die hügeligen Straßen ein: "Als die Neuseeländer ihre Straßen bauten, da gab es schon Autos."

Auf der Walter Peak Station darf ich mir noch die Schaf-Show ansehen: Schafe selber Füttern, ein Hütehund bei der Arbeit und eine Schafschur. Ein Büschel dichter Wolle packe ich gerne ein, schließlich wird es nun herbstlich kühl im Land. (Nicht jeder hat eine elektrische Heizdecke im Zelt, so wie Charlie.)

Die weitere Fahrt auf dem guten Schotterweg ist ein Highlight: wenig Verkehr, bestes Wetter, richtige schneebedeckte Berge in der Ferne, der tiefblaue glitzernde See Wakatipu, Täler mit Bächen, Waldstreifen und Vieh.

Am Nordende des netten South Mavora Lake (auch der nördliche Mavora Lake ist nett) gibt es ein großes Areal mit DOC-Zeltplätzen zwischen den Bäumen. Soviele Toilettenhäuschen habe ich noch nirgends in der Landschaft stehen sehen. Viele Camper gibt es aber zur Zeit nicht. Vielleicht ist hier in den Sommerferien die Hölle los. Sogar einen echten Wasserhahn gibt es. Sonst bedeutet "water", dass man Fluss- oder Seewasser schöpfen kann, falls man die Wasserflaschen nicht beizeiten bei einem klaren Bergbach gefüllt hat. Übrigens ist aber auch das Seewasser glasklar und schmeckt lecker.

Katharine hat den größeren Becher! Unter Deck in dem Dampfschiff TSS Earnslaw geschorenes Schaf unterwegs, Schotterweg unterwegs, Berg

Mo 25.03.2002
Manapouri
(74 km, 111 Hm)
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Nachts wird es kalt, der Rauhreif hat kleine Wasserlachen auf meinem Zelt zu Eisschollen gefrieren lassen. Die Sandflies sind entsprechend träge.

Der weitere Weg ist nun nicht weiter aufregend, durch Farmland geht es immer leicht abwärts zum HW 94. Ich entscheide mich dafür, doch noch Richtung Westen zum Fjordland zu fahren, nicht direkt in Richtung der Catlins (Küstenstreifen im Südosten), meinem nächsten Wunschziel.

Die dunstigen Berge des Fjordlandes bilden ein 180-Grad Panorama. Am Fuße der Berge (ca. 200 km lang) liegen die Seen Lake Te Anau, Lake Manapouri, Lake Monowai, Lake Hauroko und Lake Poteriteri. Von den Fjorden sind nur der berühmte Milford Sound im Norden und der Doubtful Sound im Westen erschlossen. Hier regnet es teilweise recht viel (800 cm Regen im Jahr).

Über den Milford Sound habe ich bislang gehört: Regen, Sandflies, "ist nur ein großer Parkplatz", viel Verkehr, "doch nicht so schön wie erwartet". Also nicht's für mich, in Norwegen habe ich schon viele schöne Fjorde gesehen. Zumal es ein ca. 200 Kilometer Return-Trip ist. Vielleicht ist ja der Weg zum Homer-Tunnel noch recht nett. Oder man nimmt den Bus, um seine Milford-Fotos zu schiessen.

Der Manapouri Lakeview Motels & Motor Park ist echt bemerkenswert: alte kleine Autos, viel Platz zum Zelten zwischen den Bäumen, eine wunderschöne Küchen- und Aufenthaltsraum (Tische mit "Platzdeckchen"), vielen Fotos und kuriosen Postern an den Wänden. Die "Cabins" sind verschiedene kleine Häuschen oder sogar ein kleines Schloß.

In den Toilettenräumen scheint die Sonne durch das Dachfenster und man kann Cartoons an den Klowänden betrachten. (So wie übrigens auch beim Marco auf dem Klo. Viele Grüße und Danke für die Nachricht auf Band.)

Leider sieht man den See und das Fjordland von den Zeltarealen aus nicht (kein "Lake View"). Vielleicht ist dies aber auch besser, da man sonst auch die Strasse vor der Nase hat.

kaltes Erwachen: Eisscholle vom Zelt Lake Manapouri und die Berge des Fjordlandes im Dunst Küche im Manapouri Motor Park

Di 26.03.2002
Tuatapere
(80 km, 444 Hm)
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Nachdem ich am einladenden Ufer des Lake Manapouri noch mein Mittagspicknick gemacht habe, zieht sich der Nachmittag sehr lange hin. Das westlich gelegene Fjordland verschwindet stetig in der diesigen Ferne. Leichter Gegenwind aus Süd nervt ein wenig und es ist trotz Sonnenschein frisch.

Eigentlich wollte ich ursprünglich generell ein wenig mehr Bergwandern. Aber mir schien das Wetter meist zu ungünstig oder ich war zu wenig motiviert. Nun ist es mit den Bergen vorbei, ab morgen geht es an der Meeresküste entlang.

In Tuatapere gibt es übrigens drei Zeltmöglichkeiten. Ich war im ersten, dem "Five Mountains Holiday Park and Backpackers" (oder so ähnl.). Nur ein Tisch in der Küche, dafür einen großen Fernseher in der Ecke. Das gemähte Gras trägt man mit den Schuhen überall hin. Das nächste mal würde ich gerne einen anderen ausprobieren.

Lake Manapouri


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