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  Winfried Beer
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Bayernkarte (97k)

Abschnitt 1: Bayern
München bis Bischofsheim a.d. Rhön

Fr 12.05.2000:
München, über Freising nach Neustadt a.d. Donau
(116 km)

Höhenprofil Trotz etwas Nieselregen ging es von München los. Auf der B11 geschwind nach Freising und dann über Landsträßchen den Abens-Radweg entlang durch die Hopfenfelder nach Abensberg. Dannach im leichten Regen Richtung Neustadt a.d. Donau auf einen kleinen einfachen Campingplatz (halbknusprige Semmeln in der Frühe). Ich bin dieses Jahr anscheinend der erste Radl-Touri.

Gepäckesel (124k) Roß und Reiter (101k) on the Road (51k) Hopfenfelder (76k) mein derzeitiger Arbeitsplatz (75k)



Sa 13.05.2000:
Neustadt a.d. Donau, Riedenburg, Dietfurt, Berching, Forchheim, Campingplatz Kauerlach
(78 km)

Höhenprofil Über die Donau nach Riedenburg. Die/den Altmühl/ Main-Donaukanal entlang durch Berching Richtung Freystadt. Beim Dorf Forchheim etwas nach Süden zu einem Campingplatz. Auf den noch weichen und sandigen Altmühlradweg kommt man zwar nicht so schnell vorran, dafür kann man Burgen und (ein?) Klöster in Ruhe betrachten. Nicht umsonst heißt die Strecke auch "Tour de Baroque". Ab und zu fährt auch ein Lastkahn auf dem Kanal.

Ab Beilngries läuft's besser, wenn auch immer noch sandig. Da muß man schon wirklich etwas schneller fahren - sonst erwischen einen die Biber und nagen die Reifen an...

Mücken gibt's an diesen Teich-Campingplatz jede Menge. Und ein paar fränkische Wochenend-Wohnmobil plus Gartenzaun-Camper auch. Ich darf mein Zelt zwischen Vorgarten und Autos aufstellen. Aber ist auch ok. Besser als sich zwischen Wohnwägen einklemmen.

über die Donau (50k) Altmühlradweg (66k) Achtung Biber! (99k)



So 14.05.2000:
Kauerlach, Hilpoltstein, Nürnberg, Erlangen, Forchheim, Bamberg/Bug
(110 km)

Höhenprofil Der Main-Donau-Kanal ist langweilig. Es stinkt (es schwimmen wirklich noch ein paar Fische im Wasser - mit der Unterseite nach oben) und man sieht nichts außer dem Sandweg, Kanal und Bäumen. Ab und zu eine Schleuse zum Überbrücken der Höhenunterschiede. Am lustigsten ist es noch, wenn der Kanal über eine Straße geführt wird. Wenn's da mal runterschwappt... *grins*. Dafür kann man gut Speed machen.

In Nürnberg das Ostufer meiden. Sonst fährt man 10-12 km auf holpriger Wiesenstrasse zwischen Kanal und Autobahn ohne Abzweigmöglichkeit. (Steht an einem kleinen Schildchen vor der Strecke.) Stimmt wirklich. Hab's nachkontrolliert...

Campingplatzwertung: Super! Sogar leckere Brötchen am Morgen und eine kleine Wirtschaft. Einziger Nachteil: eine mittellaute Straße in der Nähe, Überschwemmungsgefahr bei Hochwasser. Apropo Überschwemmung: Die Milch ist ausgelaufen. So schwimmen die Butter und der Gewürzstreuer im Kreis... Wasserdichte Taschen haben eben auch ihre Nachteile.

Seht ihr auch den Nürnberger Fernsehturm? (52k) Alles Gute zum Muttertag! (70k)



Mo 15.05.2000:
Bamberg/Bug, Bamberger Altstadt, Sand am Main
(39 km)

Höhenprofil Die Bamberger Altstadt ist wunderschön und einen halben Tag wert. Heute nur wenige Kilometer auf geteerten Wegen (Fahrradweg oder wenig befahrene Straßen entlang der B26 nach Sand am Main.

Campingplatzwertung: viele Ameisen, ein paar einzelne Bäume auf einem Fußballfeld. Kleine Sanitärräume in einem Container. Aber wenn nichts los ist, geht's.

Besonders kurzweilig, da ich heute die ersten anderen Radl-Touri (Peter und Hether aus Kanada/Südafrika) getroffen habe und mir dabei gleich das Abendessenkochen erspart habe. Von einem anderen Camper aus Bad Kissingen bekam ich den Tipp, wenn ich auf den Weg nach Norden bin, auf den Kreuzberg (928 m) zu fahren eine Haxn essen und ein Bier dazu. Wenn es paßt, dann mach' ich das glatt. Hab' ja Zeit.

Klein Venedig in Bamberg (45k) Die Brücke ist unter mir... (105k) Frühstück! (100k)



Di 16.05.2000:
Sand am Main, Hassfurt, Schweinfurt, Bad Kissingen, Bischofsheim a.d. Rhön
(100 km)

Höhenprofil Das Frankenland zeigt sich von seiner besten Seite. Sonnenschein und schöne Dörfer, kleine Sträßchen, usw. In der Industriestadt Schweinfurt verlasse ich den Main und es geht der (die?) Wern entlang nach Bad Kissingen (Kurbetrieb). Möchte nicht wissen, wieviel Geld da ausgegeben wird, um nasse Füße zu bekommen und im Gras rumlaufen zu dürfen... Alles nett aufgeräumt, schneeweiße Parkbänke. Wasserläufe, Bäume mit Namensschilder. Ein bißchen vornehm halt. Nach Bad Kissingen geht's immer noch gemächlich weiter bis Steinach a.d. Saale. Von da geht's endlich ein wenig aufwärts. Gemächliche Steigung bis Schmalwasser. Zum Glück gibt es da einen öffentlichen Brunnen zum nachtanken. Erfrischt schafft man das kurze steilere Stück nach Sandberg. Von da sind es noch ein paar weniger steile Höhenmeter bis kurz nach dem Kilianshof. Von da geht's bergab nach Bischofheim direkt in den Campingplatz. Wenn jetzt Wochenende wäre und die Straße wegen Bauarbeiten nicht für den Durchgangsverkehr gesperrt wäre, würden wohl zahllose Motorräder neben mir vorbeiknattern, zumindest bergauf...

Kurze Anektote: Heute habe ich die Milchtüte in einen Beutel gepackt. Hat sich augezahlt, habe jetzt den wohl größten Milchbeutel aller Zeiten. Irgenwas mache ich falsch. Werde den Fall genauer untersuchen.

Was ist ein Dauercamper? Nein, meistens keine, die ihren Dauerwohnsitz auf dem Campingplatz haben. Es sind eher Dauerparker, die ihren Wohnwagen vielleicht am Wochenende oder in den Ferien nutzen. Deswegen sehen viele Campingplätze recht voll aus - es sind z.Zt. aber meist nur verlassene Wägen. Schließlichen müssen ja fast alle außer den Rentern und einer geregelten Tätigkeit nachgehen.

Deswegen ist es auch auf diesen terassenartig angelegten und mit Hecken und Bäumen bepflanzten Platz recht ruhig. Auf dem eigenen Grünbereich für Zelte bin ich der einzige. Bemerkenswert ist die recht große Anzahl von sanitären Einrichtungen. Noch nie hatte ich die Wahl zwischen acht Duschen... Von den unzähligen Waschbecken ganz zu schweigen. Erinnert mich ein wenig an eine große nette Sportumkleide. Richtiger Palast im Vergleich zum Container von gestern. :-)

in Bad Kissingen (87k)



Mi 17.05.2000:
Kurze Tour auf den Kreuzberg
(25 km)

Höhenprofil Heute genieße ich das schöne Wetter und mache nur einen kurzen Radl-Ausflug auf den Kreuzberg (928 m). Ohne Gepäck geht es durch Bischofsheim (450 m) den Sinn-Radweg bis Oberweißenbrunn. Von da auf leeren Wanderstraßen, Wiesenwegen und das letzte Stück auf der Teerstraße zur Klosterwirtschaft. Ein Eisbein habe ich mir nicht gegönnt, aber der Schweinebraten ist auch sehr gut. Dazu ein süffiges Klosterbier. Im originalen Innenhof kann man einen optimalen Platz finden. Das Essen in der Sonne, das Bier im Schatten. Ich kann das Kloster nur weiterempfehlen. (Man kann auch mit dem Auto bis kurz vors Kloster fahren.) Nach Kaffee und Käsekuchen geht es die letzen Meter zum Gipfel, naja, eher Hügelgipfel. (Da es schon 14:00 Uhr ist, kann man problemlos fahren, da fast keine Wanderer unterwegs sind.) Eine Kreuzigungsgruppe schaut ins Land und ist alljährlich Ziel von Pilgern. Dahinter ist ein Fernsehmast, der schon von weiten auf dem Kreuzberg erkennbar ist.

Urplötzlich treibt der schon seit der Auffahrt kräftige Wind finstere Wolken heran, welche mich zu einem raschen Umkehr motivieren. Nach schneller Abfahrt auf der Teerstraße zeigt sich aber wieder die Sonne zwischen helleren Wolken. Nach kurzer Shoppingtour im kleinen Städtchen Bischofsheim geht's zurück zum Zelt.

Neben dem Campingplatz ist gleich ein Freibad. Aber der Frühjahrsputz ist noch im Gange und es wird wohl leider erst am Freitag öffnen. Naja, halb so schlimm, gegen 17:30 gibt es eh die ersten kleinen Regentropfen. Eigentlich sollten ja schon tagsüber die Gewitter kommen. Aber die Wolken verdichten sich nur langsam.

Drei Kreuze auf dem Kreuzberg (62k)

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